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Freitag, 13. Juli 2012

Schwestatag, Zuckertag, Feiertag!


was giiiibt es nicht für dolle feiertage:
gerade war der *tag des kusses* groß in der presse, am 7.4. wird der *pillow fighting day* zelebriert, vom *welttag des purzelbaums* (27.5.) hab ich eben zum ersten mal gelesen und über das datum des *world cookie day* wird man sich offensichtlich nicht einig (dabei sollte SO einem tag natürlich ganz besondere aufmerksamkeit geschenkt werden!)... nicht zu vergessen die klassiker wie weihnachten, ostern – groooße backtage (oder gleich -wochen!). und werden wir wirklich internäschionäl und schielen auch mal richtung martha stewart & co., kommen wir ja um all die very american festivitäten nicht drum herum. vor kurzem: happy 4th of july! DIE dominanzia von weiß-rot-blau, sprinkles, feuerwerk und ordentlich alaaaarm. hab ich an sich ja nichts am hut mit. aber da ist mir ein rezept begegnet ... "very festive, very easy" – und sooo good looking: ein *red, white, blueberry trifle*! das ganze auch noch hübsch im video präsentiert (ich mag die immer etwas überdrehte sarah, die pastawasser immer "salty like the sea" salzt und bei der kochen stets äußerst vergnüglich aussieht!) und offensichtlich nicht sehr aufwendig.

was daran liegt, dass es hier ja eigentlich wenig ums backen geht ... denn ins trifle werden einfach löffelbiskuits gebröselt. man könnte jetzt natürlich ganz streng sein und die selbst backen, aber ...
da ich einen ganz anderen feiertag als den 4. juli zum trifle-anlass nehme, back ich einfach noch etwas anderes dazu und baue einen kleinen zuckertisch: für die herzallerliebste schwesta, die gerade geburtstag hatte! jetzt ist sie für 2 wunderbare schwestatage nach hamburch gereist, da muss ich auffahren!
das trifle also – wirklich sehr einfach und fix und: uuuunglaublich lecker!!! ich hab *ups* etwas mehr zucker als gewollt gewagt (nämlich schon 3/4 cup puderzucker an die himbeeren und daaaann noch 1/2 cup an die mascarponecreme ...), aber wer hätte gedacht, dass das bei einem ami-rezept mal der fall sein würde: es war genau richtig!
(das nächste mal würde ich fräulein trifle vielleicht doch eher in einer glasschüssel als in einer springform machen ... selbst nach 3 stunden kühlschrank hatte ich ein bisschen angst, dass es sich nach ein paar minuten buffetpräsentation verselbstständigt ... vielleicht wäre eine runde im eisfach angeraten. oder eben gleich schützende, aber unbedingt durchsichtige "wände"?!)

wenn ihr übrigens partout keinen akuten anlass habt, um zu zelebrieren (wobei sich hier sicher einer findet): der anblick von so wunderschönen him- und blaubeeren ist doch fest genug! :)
 
ich will noch mehr auf dem tisch: was RICHTIG gebackenes! und da ich die handpies vom veryberry-tausch soo toll fand, gab's sie nochmal – diesmal mit herzen (mit aprikose) und sternchen (blueberry, please!) aufgepimpt.
 

apropos pimpen ... ein echter evergreen ist bei mir inzwischen dieser schoko*mjam*kuchen. nun hat aber bereits das trifle den prinzesschentortenplatz auf der erhöhung für sich beansprucht, und einen zweiten richtigen kuchen – neee, es soll was kleines sein. perfekter einsatz für diese herzen, die schon eine ganze weile im backschrank schlümmern ... ein halbes schokokuchenrezept hat da für etwa 10 küchlein gereicht.
 
obacht, die schoküsse gehen ordentlich auf, da bleibt nicht mehr viel platz fürs topping! (das in diesem fall mal ohne nüsse auskam.) ein paar kleine pimp-fähnchen drauf, schon sind auch die küchlein miniwohnzimmerbuffetfein!
auch wenn ich mich jetzt schon gefragt habe, wie 2 mädchen und der liebste (der zugegebenermaßen komplett zuckersüchtig ist und damit in einem beeindruckenden maße back- und schmackwerk-vernichtungsbefähigt) das alles essen sollen ... wollte ich noch ein bisschen aufhübschen. hier ein gläschen schokolinsen, da ein paar schokokeksstänglein, und jaaa, weingummi in farblich passend gabs auch. tortenspitze und einmachgläschen sind mein freund! :)
so, das war'et nun aber. und die schwesta hat sich soo gefreut, und ich mich erst! und ich ess gleich noch einen kleinen pie ... ja, wir arbeiten noch ab ;)

oh, und jetzt ist schon wieder so gut wie wochenende. mal sehen, was sich da so süßes ergibt ...
süßeste freitagsgrüße von der tischdeckerin S.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Ein Ofen ist ein Ofen ist ein Ofen?

(und nun endlich: *post aus meiner küche die dritte*!)

ach, so ein käse! also zumindest MEIN ofen ist, was ich will! wenn es sich um plätzchen handelt, kann er eine raketenabschussstation sein (cape canaveral ist ein pup dagegen!), ein himmel voller herzen, ein tiefseeaquarium ... oder ein obstfeld! ich weiß, letztendlich macht erst das icing den keks, aber ohne ofen kann ich ja teig nicht verwandeln.

besonders verlockend finde ich es, offiziell ungesundes gebäck (aber glücklichmachend, nicht zu vergessen!) in äußerlich gesundes zu verwandeln. in gemüse zum beispiel ... hat mit dieser süßen lunchbox schon mal sehr fein funktioniert (die ging an meinen kölschen lieblingsvegetarier – an dieser stelle mal wieder exklusive blechgrüße, bester wolfgangster! :))
da es ja aber nicht gemüsig zugehen soll bei der gerade aktiven postausmeinerküche, sondern beerig, musste ich in die heidel- und erdbeeren steigen, um ein paar zu ernten. diesmal wieder icing statt fondant, und es hat so hübsch geklappt, dass ich doch häufiger mal wieder den spritzbeutel statt den ausrollknüppel schwingen werde, wenn es um plätzchendekorationierung geht (und es sich nicht um mengen in hochzeitsgesellschaftsgröße handelt ;)).
besonders in die erdbeeren bin ich ein bisschen verliiiiebt ...
irgendjemand vitaminmangel? dann ab ans blech, ihr zuckerschnuten!
die obstsüchtige S.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Zwei Linzer aus Hamburch

und noch dazu: *post aus meiner küche die zweite*!

wenn ich sowas sage, fühle ich mich ja immer besonders alt, aber: haaaach, das waren noch zeiten, als wir nur drei sender (plus einen vierten mit ganz viel schnee) hatten ... man sich über bommel, das meerschweinchen in der mitgeheirateten familie gefreut hat, bei den guldenburgs die adelstochter mit dem sohn des knechtes (oder war das irgendwie andersrum und auch eigentlich der fahrer?) im pferdestall geshakert hat und die stimme aus der praktikerwerbung noch keine werbung sondern den nachbarn bei den wiecherts von nebenan gemacht hat ...

aber ja, ich gebe zu: das "haaaach" ist reine verklärung. spätestens seit neulich auf einem öffentlichrechtlichen spartensender (wobei ich finde, dass ZDFneo das "sparte" zu unrecht trägt – ein sender, den ich sehrsehr mag!) "ein heim für tiere" auf dem schirm erschien. der vorspann war ja noch toll, aber dann ... gott, war das laaaangweilig! bin ich so reizüberflutet oder viel-sender-verstrahlt oder ... einfach wirklich alt?

egal – bei der bäckerei für die postausmeinerküche konnte ich trotzdem nicht anders, als dauernd an die "zwei münchner in hamburg" zu denken. weil ich linzer gemacht hab, *linzer törtchen*. naja, und das in hamburch. und deshalb werde ich wohl die nächsten wochen diesen ohrwurm nicht mehr los ... aaaach, ein bisschen schön isses aber doch ;)

aber zum gebäck:
etwas beeriges, das die post übersteht. ich finde eingemachtes ja auch so hübsch, aber ich bin doch ein ofenmädchen. und das verprechen, dass so eine kleine linzer "torte" (na, es ist doch wirklich eher ein "küchlein") besonders gut sowieso erst nach taaaagen schmeckt, finde ich für diese aktion äußerst ... na, vielversprechend eben :)

her also mit 3 kleinen tarteförmchen (oder einer großen springform, dann bidde einmal die zutaten verdoppeln) und erstmal den teig schnitzen:
*125g mehl, *125g gemahlene mandeln, *75g zucker, *100g kalte butter, eine prise *salz, etwas *zimt und *2 eigelbe zusammenkneten und für mindestens 30 minütchen in den kühlschrank schicken.

jetzt das *marmelääädchen wählen – ich würde sagen: alles, was ihr wollt! bei mir gabs einmal erdbeer, einmal heidelbeer (pro törtchen so knappe *50g). wie original "linzer" das ist? keiiine ahnung ... aber es passte einfach ganz fantastisch in mein erdbeer-blaubeer-postkonzept ;)
ofen vorheizen – 160° bei umluft, 180° beim elektrobabe. den teig in die gefetteten förmchen platzieren, einen hübschen rand bauen ...
und die marmelade auf das teigbettchen streichen.
aus dem restlichen teig ein paar streifen radeln, pro törtchen ein schmuckes gitter auslegen und das flechtwerk mit *etwas eigelb bestreichen.
und jetzt: röstet, ihr linzer!
... für etwa 18–20 minuten – dann ist zeit, *ein paar mandelblättchen aufzustreuseln. und wieder ab ins warme für nochmal 15–20 minuten.
nach dem abkühlen sollen die kleinen tortenfreunde mindestens 2 tage in alufolie gewickelt ruhen und danach uuumso besser schmecken. aber wie kriege ich das raus? der liebste hat kein verständnis für kuchenwartezeiten und hat 1 von 3 törtlein sofort verspachtelt. liebe postausmeinerküche-tausch-jutta, war die post langsam genug und hattest du erstmal mit den hand-pies zu tun, so dass du den "wartegeschmack" erkunden konntest?

ach, die backen wir einfach nochmaaaaal!
... und wie gesagt: der vorspann macht trotzdem noch ein bisschen spaaaaß ;)
die fernsehbekloppte und backverliebte S.

Dienstag, 3. Juli 2012

Very toll, very süß, very ... berry!


oder auch: *post aus meiner küche die erste*!

eine meiner geheimen phantasien ist es ja, ein postauto zu klauen. oder meinetwegen auch ein postfahrrad (ich bin ja eher die raumgleiter-beauftragte und weniger heiß drauß, am autosteuer zu sitzen). ab um die ecke und aaaaalle briefe aufreißen (wobei ich natürlich rechnungen, richterliche anordnungen und erpresserische drohungen sofort aussortieren würde). jaaaa! vorteil beim PS-stärkeren gefährt wäre natürlich die pakeeeetpost. und keine sorge, ihr kriegt ja alles wieder – ich will nur mal gucken, gar nicht groß anfassen.

wobei ... wenn ihr pech habt, fällt mein postraub in eine akute postausmeinerküche-verschickungsphase! dann werde ich mich nämlich sooofort auf alles stürzen, was auch nur annähernd leckeren inhalt vermuten lässt. öffnen, mindestens probieren, wenn nicht aufessen ... und dann so tun, als wäre niiiichts gewesen, muaaahahahaha!
da meine kriminelle zukunft aber noch in planung ist und ich niemandem so viel zuckrige niederträchtigkeit wie mir selbst zutraue (wobei ich tatsächlich schon menschen getroffen habe, die von ähnlich schmutzigen paketbotenüberfallkommandos träumen!), ist mein päckchen an jutta von kreativfieber heiiiil angekommen, jey!

dreimal süß ist drin, dreimal gebacken. und weil das päckchen leider ein bisschen spät angekommen ist, hoffe ich, dass das gebackene noch schmackig ist ...
süß zum ersten: *hand pies* à la martha stewart, gefüllt mit erd- und heidelberries.

also hands up, baby und ran an den teig (reicht für etwa 20 minipies)! (bei einem ami-rezept müssen natürlich meine kleinen amerikoooonischen backfreunde zum einsatz kommen ...)
*3 cups (=360g) mehl, *1/4 TL natron, *1 TL backpulver und *1/2 TL salz vermengen (wer mag, mixt noch etwas geriebene zitronenschale dazu, aber ich  bin ja nicht sooo der lemon-fan) und parat stellen.
*1/2 cup (=115g butter) mit *1 cup (=225g) zucker fluffig hell aufmixen, *1 ei dazu, *3 ounces (=85g) frischkäse, *2–3 EL buttermilch (wobei es da sicher auch aufgerührter joghurt tut) und *1 TL vanilleextrakt dazu, schließlich die trockenen zutaten von vorhin druntermischen. ab in den kühlschrank, mindestens ein stündchen!

jetzt her mit dem 10cm-ausstecher und kreise ausgestanzt! beim ersten ausrollen war der teig sehr krabitzig und klebrig. aber nur ein bisschen mehl dazu und schon war er ganz wunderbar willig! die teigkreise auf backpapier transporten, die ränder mit etwas wasser bepinseln und füllen – mit was ihr wollt! bei mir gabs jeweils *1 TL marmelade plus *1 TL geschnibbelte frucht ...
... martha the haushalts-goddess schlägt getrocknete und eingemachte früchte vor, die sie mit vanille und etwas zitronenschale aufkocht ... und ich würde vermuten, dass auch schokoladiges in so einem täschli gaaaanz schön rocken kann!

zuklappen, die ränder festdrücken (und zwar ordentlich, am besten noch mit forkiger gabelunterstüzuung, denn die pies gehen im ofen ordentlich auf!) und mindestens 30 minuten tiefkühlen (ein päuschen im kühlschrank tut's notfalls aber auch).
ofen auf ca. 180° vorheizen (ich backe umluftig, also evtl. anpassen!), die teigtäschlein aufs backpapierbelegte blech verteilen, mit *1 leicht aufgeschlagenen eiweiß bepinseln und mit *etwas zucker bestreuseln ... in 20–25 minuten sind sie LECKER! :)
so, wer ruft jetzt ein picknick aus, damit ich weitere pies backen kann, baby?
die S. von der taschen-kann-man-nie-genug-haben-front.

süßes PS: jutta selbst und ihre post waren viiiiel schneller – ihr flotter beeren-dreier hat mich lääängst erreicht. hehe, auch dreimal: dreimal im glas!
joghurt-waldbeer-kuchen im glas, eine maaaaarmelade – erdbeer mit orangenhaube – und eine duuuuuolade, erdbeer mit weißer schoki. jummie, allersüüüßesten dank!!!

Montag, 9. April 2012

Beerenversteck und Eier am Stiel

.. das ist dieses jahr meine kücheninterpretation von ostern :)

die *"eier am stiel"*-aktion hatte ich schon unter der woche gestartet, hübscheste "mopsige küken"-cakepops à la bakerella sollten es werden ... aber irgendwie wollten diesmal die candymelts nicht wie ich wollte (das sind temperaturtechnisch echte zicken – wirds zu heiß, werden sie nicht fluffigflüssig sondern zähe masse. ich schätze, da ist eine mikrowelle echt nicht schlecht ... aber: no have!) und ich hatte keine besondere abendgeduld ... also, aaaach, küken – schoko druff und sprinkles und schoki, wie sie mir grad in die hände kamen ... und die grünen sprinkles haben bei den verspeisenden kindern eh für mehr begeisterung gesorgt, weil sie so fabulös färben ;) (und überhaupt: wer will schon küken mit einem genickbiss zur strecke bringen?)
ofenmission 2: ein schmackiger knusperblaubeerkuchen (schon seit knapp 2 jahren von der backenden leila lindholm ins standardrepertoire aufgenommen) für den sonnensonntagsbesuch bei freunden in ihrer kleinen hausbaustelle am ostseenahen lauschigen see ...

einkauf am samstag: es gab selbst am späten nachmittag noch jede menge bioeier (da hatte ich ja schon wieder totale leerräumung erwartet, was mir inzwischen wurscht ist, weil wir unsere eierchen aus der gemüsesekte bekommen), dafür aber eeeechooooooo in der TK-blaubeer-abteilung. hallo? leude, es gibt schokolade und eier zu ostern, da müsst ihr mir doch nicht die heidelbeeren wegkaufen???
also dann eben: ein *gemischtbeerenknusperkuchen*!
und wenn eine zutat nicht ganz so daherkommt wie geplant, wird auch der boden direkt ein anderer: statt haferflockenboden ein schokomürbeteig:
*240g mehl, 2EL dunkles kakaopulver mit 30g puderzucker mischen *150g kalte butter in würfeln dazugeben und mit den händen zerstreuseln. *1 ei und *1/2 EL dazu und schnell zu einem teig vermengen (nicht groß kneten!) – ab in den kühlschrank für mindestens 30 minuten.
eine tarteform mit dem teig auskleiden, den teig mehrfach mit der gabel einpieken und evtl. den rand mit alufolie stabilisieren – für 10 minütchen in den vorgeheizten ofen (175° umluft).
jetzt die beeerenfüllung: *250–300g beeren (ich hatte nun also die TK erdbeer-blaubeer-himbeer-brombeer-mische) mit *200g blaubeermarmelade (auch da geht dann wohl von gemischt- über erdbeer bis him- und brom alles :)) und *1EL balsamicoessig mixen, *2,5 EL speisestärke unterrühren.
und fix noch die streuselung parat machen: *75g butter schmelzen, mit *75g kernigen haferflocken und *100-120g zucker mischen und ein wenig abkühlen lassen.
tarteform raus, beeren einparken, mit haferflockenstreuseln (= versteck) toppen und nochmal aaaaab in den mittigen ofenbereich für ca. 25 minuten.
MJAM! schmeckt natürlich am allerbesten mit einem ordentlich schlach sahne und mit blick auf einen kleinen see und mit der aussicht, noch ein paar eier im garten zu verstecken (und die überzuckerten freundinnennichten und -neffen damit in den wahnsinn zu treiben, muhaahahahaha ;)).
reibt euch die hoffentlich mit österlichen leckereien randvolle plautze und geniiiießt noch ein bisschen osterfrei!
die feiertagsfaule S.

Dienstag, 17. Mai 2011

Spargelkartoffelkekse

... und das war nicht meine idee!

ich gebe zu, ich bin gesprächig - nicht nur in natura, sondern auch auf gesichtsbuch. zwar teile ich noch nicht über sämtliche plattformen meinen gemütszustand mit - aber wenn ein akuter backschub besitz von mir ergreift, dann fließt es aus den fingern, dann muss ich schon mal den facebook-status aktualisieren. backvorhabenposts wiederum erzeugen immer großes echo (meistens von kollegen, die ja häufig "opfer" dieser ofenanfälle sind), rezeptvorschläge inklusive. heute aber kam ein kommentar aus meiner lippischen heimat: spargelkartoffelkekse. warum?

na, es ist meistens so: extremebaking und dann gaaaanz starkes salzbedürfnis (stichwort weihnachtsbäckerei). heute dagegen: spargel, kartoffeln, schinken - danach brauchte ich dringend was kuchiges! gesichtsbuchte es und bekam als antwort die interessante o.g. inspiration. ich die backbücher schnellgescannt, kühl- und backschrank ebenfalls und: mich für 3erlei muffins à la leila lindholm entschieden. dann aber doch apfel, himbeer, blaubeer statt spargel, kartoffel, schinken. (sorry, thorsten! ;))

na, im grunde ist es einerlei streuselmuffin-rezept in 3erlei abwandlung ;) ich habe 1,5 mal dieses angerührt:
*100g butter schmelzen, 200ml milch dazu
*2 eier, 120g zucker, 1TL vanillezucker und abgeriebene schale von 1 zitrone schaumig rühren, die lauwarme milchbutter dazugeben
*240 mehl mit 2TL backpulver und 1 prise salz mischen und vorsichtig unter die fluffige eimasse rühren (das sieht immer soo hübsch aus! :))
nebenbei die streusel fabrizieren:
75g kalte butter
80g zucker
60g mehl
60g haferflocken zusammenbröseln
(und ruhig die mühe machen, auf den stuhl zu steigen, um die grooooße schüssel zur hand zu nehmen ... streusel bröseln in kleiner schüssel NERVT! alles bröselt daneben. meine güüüte, man könnte denken, ich stünde zum eeersten mal am blech!)

jetzt die varianten:
*blaubeeren untermischen (für eine teigmenge wären es 350g - also entsprechend abwandeln)
** himbeeren untermengen (da hab ich nach gefühl untergerührt ... testet einfach, wie es sich hübsch mit dem teig vermengt ... ich habe auch noch ein bisschen dunkle schokolade gehackt und dazugegegen)
*** äpfel kleinschnibbeln (für eine teigmenge ca. 4), mit 2EL Zucker, 2EL Zimt und 2EL Butter  kurz andünsten, ein wenig abkühlen lassen und unter den teig rühren
die muffinförmchen etwa zu 2/3 füllen, streusel draufstreuseln und evtl. jeweils eine himbeere, ein paar blaubeeren und etwas apfel oben drauf geben (sehr hilfreich, um die muffins auseinanderzuhalten! ;) wobei es da auch unterschiedlichfarbige papierförmchen tun ... so eine einzelne himbeere leidet schon sehr bei ca. 20 minuten in ca. 175°C heißer Umgebung!).

 (und wenn keine streusel mehr da sind und auch kein platz mehr in der muffinform ... auch egal ;))
unbedingt eine stäbchenprobe machen, meine muffins haben ordentlich länger gebraucht als die angegebenen 20 minuten!

dann endlich schlafen gehen ... das backwerk auf dem fahrrad durch strömenden regen transportieren* ... und den kollegen zum frühstück servieren! jummie! :)

Spätbäckerin S.

*... und noch ein tipp: niemals mehl für den nächsten backwahn einkaufen, wenn man nur einen hübschen stoffbeutel hat und es regnet ;) denn ein leicht angefeuchtetes päckchen mehl muss schnellstens verbacken werden ...!!!

Samstag, 6. November 2010

"Bitteeee, nur ein kleines bisschen ...

..es geht auch ganz schnell!"
ja, ich sollte eigentlich im bett/auf dem sofa liegen. und das ist es, was ich seit 2,5 tagen tue. ganz brav. inklusive grippostad, nasenspray, literweise tee (deshalb muss ich dann doch ab und zu aufstehen) und wärmendem halstuch. das erkältungsmonster hat mich angefallen! hat sich langsam über wochen angeschlichen und im kino hat es dann zugeschlagen. halsschmerz. nase. schwäche. krank! :(
meine einzige freude: auf dem sofa/im bett die plätzchenbeilagen von brigitte und co. der letzten 10 jahre studieren und listen machen, welche weihnachtsbäckereien es sein sollen ...

ja, richtig gehört: 2,5 tage!
2,5 tage OHNE zucker, butter, mehl! 2,5 tage OHNE rührschüssel!
aber ... ich fühl mich schon ein bisschen besser!!!
deshalb bittebitte - nur für 10 minuten ... an den ofen!

für die *blueberry-cornbread-muffins* muss gar nichts extra eingekauft werden - es ist alles da:
butter, zucker, mehl, eier, polenta (die wartet schon so lange im regal darauf, wachgeküsst zu werden!), heidelbeeren im eisfach ... nur buttermilch hab ich keine. aber mal gehört, dass man die notfalls durch gleiche teile milch und joghurt ersetzen kann. hab ich gemacht, hat geklappt :)


keine schoki und keine wirkliche "zuckerwerk"-süße ... ich werde wohl nie ein sooo großartiger muffin-(und hier muss ich natürlich nochmal betoooonen: nein, ein cupcake ist NICHT das gleiche wie ein muffin!!!)fan. und der "biss", von dem cynthia in ihrem rezept spricht, fühlt sich für meinen geschmack an wie "nicht durche polenta" (was aber nur ein kleines bisschen an der oberfläche der fall war). aber: für keine 10 minuten an der schüssel und knapp 20 minuten im ofen bin ich recht zufrieden. das nächste mal dann eben wieder etwas WIRKLICH schokoladiges (aber erst, wenn ich wieder nasenspray-frei und geruchs-heißt-geschmacksuneingeschränkt bin!).
übrigens: gegessen habe ich den muffin dann schon wieder ganz brav auf dem krankenlager-sofa! .. und jetzt ein genesungsschlümmerchen .. .
Kranker Backhase S.

Freitag, 14. Mai 2010

Houston, wir haben ein ...

..en käsekuchen!














wow, was für eine mond- und kraterlandschaft hab ich denn da produziert?
wieder einmal war fräulein leila lindholm im spiel, mit einem "fabelhaften rezept aus einem new yorker restaurant" (special grüße an meinen kölner wolle!!!! wolfgaaaaangster, kaum bist du in NYC, schon gibts wieder eine bombenwarnung! ich schick die sandy-abschiedsparty-fotos an das FBI)... american blueberry cheesecake!

ich mag ja diese bröselböden... teig kneten is was für plätzchen! also: vollkornbutterkekse zerbröseln und mit ... naja, mit was mischen, das zusammenhält... nein, fettfrei geht das nunmal nicht!
und dann die masse ... quark... ja, tut man wohl in käsekuchen, dies ist mein erster, deshalb weiß ich es nicht so genau... viel frischkäse ... ein bisschen sahne ... und weil immer noch was reingeht: eine 200g-tafel weiße schoki in schmelze!!! blaubeeren lockerflockisch drübergestreut (ich hab frische und TK gemischt) und ab in den ofen!

nachdem das prachtstück noch ein bisschen im ausgeschalteten ofen geruht und eine nacht im kühlschrank verbracht hat - schmeckt er toll!!! das freundchen hat sich sogar ohne mucken aus der form lösen lassen, und schon am schneiden merkt man, dass da EIIIIniges in der käsemasse steckt... ;) und das kleidet gar herrlich den mund aus. hallo? es ist wochenende!!! rein damit! ... und den schmackigen obstrührkuchen von der frau kollegin gleich hinterher (s.o.) ...   S.