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Mittwoch, 18. April 2012

Rhapudding rockt!

jaaa, auch ich bin eine der erklärten rhabarber-liebhaberinnen. aber ehe ich jetzt poetisch von zartrosa stangen und der ersten frühlingsglückseligen begegnung auf dem markt schreibe ... sach ich einfach: rhabarber rockt! :) sobald er da ist, muss er aufs blech! 

irgendwie wehre ich mich immer ein bisschen dagegen, pudding zu verbacken. wobei auch pudding an sich ganz fantastisch ist! unerklärliche küchenabneigungen ... die ich mit der *rhabarber-vanille-tarte* überwunden habe. und das auf allerschmackigste weise.

backen, kochen, kühlen – und dann steht ein köstliches kuchenschnäuzchen auf der tafel!
zuerst: der teig.

*125g kalte butter, *60g puderzucker, *1 ei und *250g mehl erst mit dem mixer, dann per hand zu einem jeschmeidigen teig vermengen – ab in den kühlschrank damit für ein halbes stündchen (oder länger). teig ausrollen und eine gefettete tarteform auskleiden (eine springform von 26cm durchmesser geht auch – vielleicht sogar besser, denn meine tarteform war ein bisschen zu flach für die komplette vanille-rhabarber-nummer). mit einer gabel den boden einmal durchpieken, dann eine schicht backpapier und trockenerbsen zum blindbacken darauf verteilen. etwa 20 minuten im vorgeheizten öfchen (umluft, 200°) plus noch einmal 5-10 minuten ohne erbsen und backpapier. ab zum abkühlen!

denn jetzt kommt: der pudding!
hach ja, da kommt ein tütchen pulver zum einsatz ... das wird vermixt mit *3 EL zucker und *6 EL milch und in *340ml aufgekochte milch eingerührt – 1 minute köcheln lassen und in die tarteform füllen. (wer ein absolut fantastolöööses mutti- oder omi-puddingrezept im angebot hat, zaubert natürlich das in die tarte ... pfff, tütendriss!)
 
kleine abkühlpause, denn jetzt: rockt der rhabarber!
*1 pfund rhabarber schnibbeln, fertig machen fürs bad in *250ml kirschnektar und *75 g zucker, zusammen hochgeköchelt. den rhabarber 3-5 minuten mitkochen, dann herausfischen. *25g stärke mit *5EL wasser glattrühren, den kochenden kirschsaft damit andicken und ab mit dem rhabarber zurück in den topf. nach 10 minuten abkühlpause wandert der rhababsi auf pudding und teig, wird nochmal riiiichtig kalt gestellt ... RHABARBERGLÜÜÜÜCK!!!
... und das auch noch 2 tage später, wenn das rhabarberkompöttchen, das nicht mehr in die tarteform gepasst hat, zum frühstück im joghurt tanzt.
hach, doch noch ein bisschen rhabarberpoesie ... *schmacht* :)

die rhabarberbeglückte S.

Montag, 21. März 2011

Süßer Empfang!

jahrelang hatte ich ein tartelette-förmchen.
so eins mit herausnehmbarem boden.
sehr praktisch!
bestimmt ... denke ich ... da nur eins da war, kam es nie zum einsatz. wie klein soll ich die teigmenge runterrechnen? und wo soll ich mich verstecken, damit niemand neidisch wird, wenn ich mein EINES, kleines, zuckersüßes tartelettchen verschmause?

und überhaupt, warum eigentlich nur eins?

das ist dem wundervollen küchenadventskalender meiner weltliebsten schwesta vor ein paar jahren zu verdanken - jeden tag im dezember gab es was großartiges für die küche. kaum zu glauben, aber zu dem zeitpunkt war ich noch nicht ganz sooo backjeck - sonst hätte ich die einzelne tolle form bestimmt ganz bald ergänzt, um eine ganze kaffeerunde zu beglücken ...

jetzt hat sich das förmchen allerdings versteckt. ob in weiser vorausahnung oder aus reiner beleidigtkeit ... man weiß es nicht. ich finde es grad nicht. dabei hätte es so wunderbar ... meine gleich VIER neuen von dieser sorte benachbarn können!
die bekommen heute zum *sonntagssüß* einen köstlichen empfang: *schoko-meets-dulche-de-leche-sonntagnachmittagsschmackigkeiten!*
als ich neulich bei der wunderbaren tartelette die wunderbaren macadamia, milk jam & chocolate ganache tarts entdeckt habe, habe ich erst verzückt kommentiert, dass ich sowas auch will - und sie dann gestern mit dem kauf eines karamellgefüllten marmeladenglases in angriff genommen.

ja, die nummer mit dem "ich koche eine dose milchmädchen für 2 stunden und befürchte minütlich eine explosion" hab ich hinter mir. ohne explosion, aber wenn diese gewisse gutmütterliche marmeladenmarke so ein zeuch in minuten an mich liefern kann, verzichte aufs dosenkochen ...

tartelette lieferte die inspiration - die umsetzung hab ich dann ein bisschen verändert. während sie ihren teig mit macadamias und "rice flour" zubereitet hat (=glutenfrei), hab ich einen etwas schnöderen mürbeteig gemacht:
 
70g kalte butter
250g mehl
75g puderzucker
etwas salz
2EL kalte milch
2 eigelbe

alles mit den händen vermengt und ein halbes stündchen in den kühlschrank geschickt.
dann die tartelette-förmchen mit teig auskleiden (meine sind ca. 12cm im durchmesser - da war ein bisschen teig übrigen, den ich in 2 muffinförmchen gelegt habe) und ca. 20 minuten bei 160° (umluft) backen. neiiin, ich hab mal wieder nicht blindgebacken. ich dachte, ein bisschen gabelgemetzel (teig einpieken) genügt ... nach ein paar minuten im ofen begehrte der teigboden aber auf und ich musst nochmal tief und heftig mit den zinken nachschlachten ... ich hab einfach nie erbsen im haus ... und die linsen taten mir leid ;)
wenn die tartelettes abgekühlt sind,
ca. 150g schoki (ich hab 70%ige) hacken, mit
1 gute prise salz (mh, hat mich nicht überzeugt) in eine schüssel geben und mit
ca. 1/2 cup sahne (freunde der internationalen mengenangaben, seid gegrüßt! ;) das kommt davon, wenn man aus rezepten von allen kontinenten fleißig zusammenkombiniert ;)), heißgemacht,
übergießen und fleißig rühren.
die tartes mit dem karamell aus dem glas (oder eben selbstgemachtem ddl) füllen - ich hab jeweils einen sehr ordentlich gehäuften EL reingestrichen.
und jetzt: die schoki drauf!

... durchkühlen lassen, ein paar stunden im kühlschrank ...oder auf den kalten hamburger balkon über nacht ...
also, die ganache hat etwas gelitten - sieht matt aus und nicht sooo hübsch mehr.trotzdem: ran! es beginnt das große schlachten. knuspriger mürbeteig und karamellige füllung, das lässt sich nicht gut schneiden. die schoki hält leider nicht alles zusammen. GEMETZEL!!!!
und: süß natürlich. fraaaaach nicht WIE süß! ;)
mürbeteig und karamell sind allerköstlichst, die schoki kann gut auf die prise salz verzichten, wie ich finde. und: erhöht bei der ganache ruhig ein bisschen den sahneanteil.

ein schönes *sonntagssüß* gehabt zu haben, wünsch ich! :)
Zuckerschnute S.

Freitag, 15. Oktober 2010

SchokoSchock-Nachwehen

... meine güte, ich kann nicht so schnell posten, wie ich backe!

diese woche: schokoalarm totaaaaal!
nachdem ich mich aus der dänischen wildnis zurück nach hamburch gekämpft habe, war ich auch gleich schon wieder für eine "freunde kochen für uns und wir bringen das dessert"-bäckerei verantwortlich. gernest!
ausgesucht: eine *brownie-tarte*. nach den vorgeschriebenen backminuten schwabbelte der inhalt der form noch verdächtig ... also lieber noch mal 5 weitere minuten in den ofen geschoben. mit karameleis und heißen likörchen-himbeeren serviert - soooo gut! (und auch nicht zu lange gebacken, sondern wunderbar brownie-klitschig! ;))

zutaten für 1 springform:
200 g zartbitterschoki * 100g + etwas butter * etwas + 60g mehl * 2 eier (M) * 75g creme fraiche * knapp 1/2 tl natron * salz * 150g zucker * 1 päckchen vanillezucker (nicht vanillin!) * 1 EL lösliches kaffeepulver

* schoki grob hacken, die hälfte davon mit 100g butter im wasserbad schmelzen, abkühlen lassen * ofen vorheizen (umluft: 150°, e-herd: 175°, gas: stufe 2) * springform fetten und mehlen * eier einzeln unter die buttermischung rühren, creme fraiche unterrühren * 60g mehl, natron, prise salz, vanillezucker, kaffeepulver und restliche schoki mischen und unterrühren * teig in die form streichen * ca. 20 min. backen, vom rand lösen und in der form auskühlen lassen*  JUMMIE!
... genau richtig, wenn die Tarte zusammensinkt und *schokikompakt* wird
nächste runde: ein weiterer versuch der *schoko-kokos-schnitten* oder auch: schokokus!
diesmal ein GANZES großes blech (letztes mal hatte ich nur eine fixe halbe portion gezaubert). wow, die zutatenmengen: beeindruckend! insgesamt 400g schoki, jeweils über 300g zucker und butter ... pah, aber wen kümmert das, wenn das ergebnis sooo köstlich ist!

auch diesmal habe ich es nicht geschafft, das prachtergebnis zu fotografieren (auch wenn ich die schnittchen so hübsch mit "porzellanfräulein"-logo-fähnchen geschmückt hatte - sie wurden bei einer großartigen keramik-bemal-sause im besagten frollein serviert) - sondern nur den schäbigen kleinen krümelrest, den die kollegen am morgen danach noch vorgesetzt bekommen haben ;)
wer braucht tortenspitze, wenn er SOLCHE brettchen hat? :)
aber: immerimmer wieder. und von mir aus verarbeite ich nächstes mal 800 gramm schokolade!!!
Zuckerschnute S.