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Sonntag, 11. November 2012

Long Time no Bake ...

was? letzter eintrag im juli? was haben wir jetzt – november? waaas? und wie oft habe ich seitdem gebacken? na ... wenns hochkommt ... fünf mal?! eine schande – aber wenn der linke arm mit einem kleinen liebesberg babyspeck belegt ist und der rechte versucht, überhaupt irgendwas zu tun ... dann rutscht das blech doch glatt ein paar plätze ab in der prioliste.

das konnte ja aber nicht ewig so bleiben! da der liebesberg babyspeck sich nun auch ab und zu mal in einer wippe parken lässt und inzwischen recht glücklich dabei scheint, bei küchenaktivitäten zuzugucken (das müssen die gene sein! nicht mehr lange, und ich muss ein miniblech einrichten! deshalb hab ich auch die tollen selfmade-kiddie-küchen voll auf dem schirm, die catherine hier so großartig sammelt), kann ich es wagen, die backschüssel wieder zu aktivieren.
erstrecht, wenns einen anlass gibt!

die kleine zuckermaus meiner freundin anni wurde vor kurzem getauft. erst wollte ich fragen, "soll ich euch was hübsches für die gäste backen" – aber da ich kuchentechnisch aus genannten gründen lieber nichts mehr terminiere, habe ich die kekserei mal entspannt und ohne zeitnot auf mich zukommen lassen und überraschungsgebacken. nicht spektakulär ...
aber mit gaaaanz viel liebe in teig und verzierung.
 
happy taufe, kleine lisa! auf dass viele hirten dich dein leben lang im auge haben! :o*

Freitag, 16. September 2011

Operation am offenen Keks

... oder wie ich elefanten verliebt in teig gemacht habe!
es gibt ja so unfassbar viele keksausstecher ... früher dachte ich, mein backequipment-dealer hier in hamburch wäre das paradies, denn der hat tatsächlich eine gaaaaanze waaaand voller ausstecher. die wildesten sachen. klitzeklein, monstral groß (ich sollte eigentlich mal einen blechgroßen keks backen. einen "platz". wow, den mit icing zu verzieren wird eine puderzuckrige herausforderung ... motivwünsche, anybody?). aber dann hab ich angefangen, mich durch die backblogs zu klicken ... die amiblogs vor allem. und da ist cookiecutteralaaaaarm! die frauen bauen an, um ihre ausstecher zu lagern! völlig durchorganisiert, beschriftet, geordnet. dieses blogfrollein aus den USA zum beispiel (die selbst sagt, dass sie total obsessed ist von cookies) ... krasse nummer! abgesehen davon, dass ich ein chaosvogel bin, widerstrebt es mir aber, meine teig-und-zucker-liebe so durchzuorganisieren.
wenn man sich sagt, dass man kein drittel der wohnung der keksausstecherlagerung übermachen will, ist also irgendwann schluss mit formenauswahl. dann hat man eben kein siebenfingriges faultier da und selbst wenn man noch ein kleiiiines weiteres förmchen kaufen wollenwürdekönnte, kriegt man eben auch in den unendlichen weiten des zwischennetzes nicht immer genau das, was man will.

dahaaaaann: muss man puzzlen!

auch das beherrschen die amibäckerinnen ganz fabulös – unter anderem die wirklich ziemlich geniale besagte sweetsugarbelle. die macht aus halloween weihnachten und aus cowboyhüten eis am stiel – sie hat es echt sooo drauf, neue plätzchenformen zu zaubern. und eine ganze bagage anderer kekswomen tut das inzwischen auch, z.b. "cookiecrazie" – deren dekorationierungsstyle ich zwar nicht mag, ihre bienenkörbe aber schon ;)
ich will auch!
bei der letzten ladung plätzchen hab ich also mal ein paar elefantjes mitgebacken (US-import – da ist der elefant nicht niedlich, sondern politisch: ein republikaner. mh ... ach, egal, backen ist parteilos – na, nicht ganz: backen ist NUR FÜR GUTE! :)). und die elefanten sind an sich schon sehr sweet, können aber noch gepimpt werden ...

ele ausstechen, herz ausstechen, ecke aus dem elefantenkeks ausstechen, herz ran-operieren, backen – feddich!
"lackiert" wird wie gewohnt - kenn ick, weeß ick, hab ich alles schon jemacht ;) ich sage euch, aquablau.plus.schwarz.plus.weiß ist das elefanten-couleur-geheimnis ...
*hach* mag ich!
den "anbau" hab ich dann nur noch herzig pinkig gemacht ... das nächste mal machen ich flügel draus! die wildtierteigbändigerin S.

Mittwoch, 22. Juni 2011

I do, i do, i do, i do, i dooooo ...

ha, während andere "ja" in standesamt und kirche sagen, sag ich JA zum backen! wie großartig das zusammenpasst, zeigt sich bei jeder hochzeit die ich irgendwie versüßen kann. diesmal: nur ein paar sugarcookies fürs brautpaar. und so sehr die liebe zur liebe und die liebe zum blech im spiel waren ... mein back- oder eher noch: verhübscherungs-mojo war diesmal gegen mich.
dabei fing das doch alles so schön an:
keine teigmassen, sondern nur eine teigplatte ein weilchen gekühlt. und weil ich zwar einen kleid-ausstecher habe aber kein passendes sakko-pendant, reichen auch rubbeldiekatzausgeschnipselte papier-schablonen.
ab in den ofen, alles wunderbar.
und dann mein wirklich nicht geliebtes icing-anrühren. weiß - seeeehr dankbar! inzwischen schwöre ich ja auf "weißweiß" - jaaa, weißen zuckerguss bekommt man mit weißer speisefarbe NOCH weißer! ;)
aber dann .. schwarz. ach ach. hätte ich gewusst, dass der diesmalige bräutigam einen creeeemefarbenen anzug trägt, hätte ich mir manches elend erspart ... schwarz anrühren ist eben so eine sache. ich kann reinballern, was ich will - es wird maximal dunkelgräu. (hat jemand einen tipp?)
auf den kleinen begleitkeksen lässt sich das ja noch mit tiefschwarzen sprinkles vertuschen, aber ... gut, also ein dunkelgräues jackett für den herrn! (diesmal mit vorzeichnung - DAS ist allerdings ganz fabulös praktisch!)
ich war ja wirklich schon auf vielen hochzeiten ... aber meint ihr, die würden mal bei mir ums eck stattfinden? da hat hamburch ca. 1,8 mio. einwohner - aber keiner (pardon, 2, aber erst ende juli ;)) von ihnen lädt mich ein! den einladungen folge ich entweder in meine ehemaligen heimaten richtung NRW oder in die deutschlandweit verstreuten wohnorte der zu vermählenden. das wär nicht weiter dramatisch, hätte sich DIESMAL DAS VERD***** ICING NICHT GEWEIGERT, ORDENTLICH ZU TROCKNEN! wieder diese krabitzige schwarz ... es hat nicht gut überlebt ... :(
mein trost: verpackt und in schmusig gedimmtem licht hat man das kaum gesehen und das brautpaar war ohnehin komplett liebesvernebelt ;)
und was mich das kekselend ebenfalls ein bisschen vergessener machte: ich durfte noch ein bisschen hochzeitstortenbasteln! wenn der backwerkzuständige schwager support beim fondant braucht, bin ich natürlich zur stelle. also ein schürzchen übergeworfen (man beachte das glas erdbeersekt am rechten bildrand, dass ich dabei natürlich keine sekunde aus den augen gelassen habe!) und ran an den kiloschweren zuckerklotz, der auf 3 etagen köstlicher torte verteilt werden möchte ... hach, so lässt sich die zeit, in der das liebespaar fotos macht, doch ganz herrlich überbrücken! ;) (ich glaube, bei der mittleren etage war der erdbeersekt im spiel ...)
in tortenstimmung tanze ich am allerbesten! und die füße platt! ... so bin ich zu späterer stunde und längst in flachen wechselschuhen dann auch noch zur braut und zum beweisfoto gesprintet ;)
happy hochzeit, liebste sarah und christoph! habt eine wundervolle flitterei und liebesglück tausenkalorienweise! :o*
Liebesbäckerin S.

Samstag, 9. Oktober 2010

Cookies ... Books ... BookCookies!

(kleiner abstecher in den september)
meine liebe düssel-inzwischen-stuttgart-freundin kathrin hat geburtstag. aber ich muss nicht bis ins ländle, sondern "nur" ;) bis ins niederrheinische: geburtstagsbrunch! und ich reise natürlich nicht ohne ein zum geschenk passendes gebäckpäckchen an - bücher, bücher, bücherwürmer! Zuckerschnute S.

Sonntag, 6. Juni 2010

„Fleisch ist mein Gemüse“ …

… oder auch frei nach heinz „heinser“ strunk: plätzchen sind meine passion!

denn: ja, backen ist DAS ding für uns.
von kuchen und kuchigem (diverse köstlichkeiten gemacht) über frühstücksbackwerk (verzehrt) bis petit fours (ich waaaarte, J.!) und hochzeitstorte (schwesterlich beauftragt) haben wir alles auf dem schirm.
aber wo kommen wir her?
was war zuerst da?
der teig oder der ausstecher?
das blech oder der ofen?


also bei  mir: das plätzchen!

und bis vor einiger zeit habe ich bei „backen“ überhaupt NUR an plätzchen gedacht. lange jahre ausschließlich weihnachtlich, das aber in massen – hieß: ab mitte november bis kurz vor bescherung alles einkaufen, was der supermarché an mehl, zucker, nüssen und co. zu bieten hatte. alte backbücher und „brigitte – die schönsten plätzchen“-sonderhefte wälzen. sich ca. 8 rezepte für einen tag vornehmen, um nach der 4. teigzubereitung und dem rezepthinweis „über nacht im kühlschrank ruhen lassen“ zu verzweifeln …



seit juli 2009 sind plätzchen aber ganzjährig: hübsches, zuckerguss-und-perlverziertes kleingebäck à la peggy porschen und den US-“decorated sugarcookies“. da hatte es mich: ab jetzt wurde der vorrat an ausstechern aufgestockt (danke, handelshaus laegel, wundervollster backfeen-traum in hamburch!), und allerbeste S.-schwester bei ihren ausflügen nach amerikanien in baking-supply-shops geschickt, die von dort die tollsten farben, sprinkles und verpackungen mitbrachte und -bringt (ich sag nur: wer keine schwester hat, ist am arsch! ;))

erste nach einigen trainigsversuchen auferlegte mission: 150 herzen zur hochzeit einer liebsten freundin. logistik und ausführung eine katastrophe (und nur mit freundinnen-unterstützung - nein, nicht etwa die braut! ;) - zu bewältigen!), ergebnis toll und hochzeitliche freude groß. also: weitermachen damit!

 

glückspilze, raketen, kariöse zähne, patchwork, hochzeitstorten, kölsch und rote nasen, engelsflügel, monster, brautkleider, käsebrote – alles wurde keks seitdem!



kleine spritzbeutel aus pergamentpapier falte ich inzwischen massenhaft in rekordzeit, 6 verschiedene zuckergussfarben jongliere ich (fast ;)) problemlos gleichzeitig.
mit dem backblog aber kamen die kuchen. und die cupcakes. und der rhabarber und die erdbeeren, die sich mit kleinen knusperkunstwerken nur ach zu schlecht kombinieren lassen. da wurden die kekse also einige zeit gar schändlich vernachlässigt.

es brauchte einen anlass, um „back to plätzchen“ zu zelebrieren!
da ich meiner gesamten umwelt die hübsch verzierten kalorienträumchen geradezu aufzwinge („ich mach sie nur, ich esse sie nicht“), mussten zum junggesellinnenabschied einer liebsten freundin plätzchen her!

es war also mal wieder zeit für teigplatten im kühlschrank, papiertütchentürme und gesichtslose keksrohlinge:



was wird’s? sehen doch ganz harmlos aus, diese leicht angeknacksten herzen, diese „9“en und „8“en … hohooo, aber lass erstmal den zuckerguss kommen!



dann verwandeln sich die kekslinge in hochglanzmöpse, hübsch verpackte hintern, nackte popöchen und (leider ist der hautton bei der ersten fuhre nicht gelungen) etwas blässliche pimmelchen (übrigens bis auf die janz selbst ausgedachten titties alle inspiriert von der unglaublichen sugarcookie-dekorationiererin sweetsugarbelle). ja, was denn sonst für einen junggesellinnenabschied???


mitsamt braut-und-begleiterinnen-schmückenden-herzen  machte sich die plätzchenparade auf in ehemals heimatliche rheinische düsselgefilde, um dort an die menschen gebracht zu werden. zwar scheint düsseldorf noch nicht bereit für den außersaisonalen keks (hier herrscht wohl noch die ansicht „plätzchen = nur zu weihnachten“ vor) – ein großer spaß war's trotzdem und wir mädchen haben uns bei all dem sekt und salzigen knabberkram über kleine süße snacks für zwischendurch gefreut :)

ich glaube, ich muss einfach wiederl viiiel öfter ans plätzchenblech. ja, plätzchen, du bist einfach für immer ganz oben auf meiner backliste!

S.