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Sonntag, 6. November 2011

Mach ma bidde noch'n Bier!

sonntach – dittschezeit! :)
hach, ich hab ja ein groooßes herz für den roinen weltimbissbesucher im bademäntelken, der sonntagsabends bidde ma leergut zum ingomann bringt und mindestens 2x pro sendung am tresen überperlt und auf der flucht vor karger ein paar dittschberger kippt. kurz, bevor ich nach hamburch gezogen bin, sind wir mal an der eppendorfer grillstation vorbeigeradelt und ich woooollte ein foto! war mir ja etwas unangenehm, so mit rechts von der bude ein haufen sonntagnachmittagskaffeetrinkender eppendorfer und links von der bude ein haufen sonntagnachmittagskaffeetrinkender eppendorfer ... aber egal.

und da bleibt es mir jawohl unbenommen, auch mal ein bierchen zu verbacken am sonntag!
 zwar stunden vor sendezeit (poooooh, nachdem ich neulich schon die dittsche-nacht verpasst habe, werde ich doch wohl bis 23.15 wachbleiben können! ich bin so eine memme! ... und ein schlaftier ... ;)), aber dann ist ja auch allerbeste *sonntagssüß*-zeit! (allerdings hatte ich heute morgen bei der süßen frau larsson schon ein erstes süß: einen ganzen teller voller lottapfannkucheletten!)
ein bierteig also: *100g mehl mit einem *eigelb, *50g zucker, *100 ml bierchen (gut, dass da noch ein paar flaschen auf dem balkon stehen) verrühren und ein halbes stündchen quellen lassen.
in der zeit *äpfel entkernen, schälen, in dicke scheiben schneiden und mit *zitronensaft frischmachen.
ein eiweiß mit einer prise salz steif schlagen und vorsichtig unter den teig heben. 
und jetzt kommt, wovor ich mich schon immer gefürchtet hatte und was ich immer den anderen überlassen habe ... frittieren!!!
großartig – mehl, zucker, eier ... sowas hab ich immer im haus. aber genügend öl zum spontanfrittieren? naja, schon einen ganzen kanister olio italiano, aber das ist ja nicht so schnafte geeignet ... eine pfütze rapsöl muss reichen. erhitzen also und mit essstäbchen testen, ob es apfelschwimmtemperatur hat (wenn bläschen am holz hochsteigen, isses parat. wisst ihr natürlich schon lange. aber ich bin ja frittierjungfrau! ;)). apfelscheibchen in die teigglückseligkeit tunken (huii, das riecht ordentlich nach bier! um nich' zu sagen: der teig perlt!) und ab ins ölbad.
mh. soll das nicht sofort zischeln und sprutzeln und knusprigkeit annehmen? tut es nicht. es brodelt so vor sich hin ... ich wende ... ein halber teig fällt ab. noch ein bisschen bräunen ... raus mit dir, nächster versuch! jetzt bleibt immerhin der teig am apfel, aber ... aber ach mann, so wie auf all den deliziööösen "apfel beignets"-bildern sieht das nicht aus.
oh, das schwimmt ein stückchen teig ... ist braun ... mal rausholen ... mal abtropfen lassen ... mal in zimt&zucker wenden ... mal probieren ... JUMMIE!
argh – ich mag also frittierten teig! fa-bel-haft, das macht das bäckerinnenherz nicht gerade glücklich. aber mal abgesehen von schmalzkuchen auf weihnachtsmärkten und auf dem dom gibt es doch wirklich sowas ... wie heißt das noch ... hab ich doch auf amiblogs gelesen ... "fuzzel cake"? neee, ach goggel, du bist so klug: "meinten sie funnel cake?" ja, den meine ich! selbst martha und die multitasking ree verbreiten rezepte für diese "spezialität", die vermutlich einen großteil frühpubertärer amerikanischer diabetes verschuldet ...

und nun konnte ich nicht widerstehen und musste diese möchtegernbeignets verknuspern und jetzt is mir ein bisschen unwohl und ich rieche wie eine frittenbude und die küche sieht aus, als sei der fettkrieg ausgebrochen ...

aber was soll es: so schließt sich der kreis zu dittsche und schildkröti und ingomann und zur eppendorfer grillstation. und ich stelle mir jetzt als zuckerschocktherapie ein chili auf den herd und bewundere nebenbei das sonntagssüß aus so vielen küchen, das frollein text heute aufgegabelt, -gelöffelt und -getafelt hat :)
süßen gruß von der S. vom hamburchfritti... NIX: blech! :)

Sonntag, 25. September 2011

Apfelschnaps zum Frühstück

... nein, so weit isses noch nicht mit mir ;) aber an "apfel" und "schnaps" ist was dran – wobei, 43er ist eher likörchen, oder? und damit eigentlich auch nur ein bisschen prozentiger zuckersirup. den kippen sich andere leute in den kaffee. so schließt sich der kreis und ich bin fein raus mit meinem *apfelkuchen mit likörchencreme* :)

den hab ich *sonntagssüß* (heut übrigens beim zuckersüßen fräulein text) in vorfreude auf 20 kilo feinste elstaräpfelkes gebacken, die uns unser patenkind in diesem jahr schenkt: ein apfelbäumchen im einmal*schwuppüberdieelbe*alten land!
selbst ernten konnten wir dieses jahr nicht, und so werden die versprochenen 20 kilo, die wir bis november abholen dürfen, wohl nicht von unserem "mono.stereo" (warum soll ein baum keine techniknamen haben dürfen?) stammen. aber vielleicht hat ein wurm in einem dieser äpfel vorher an unserem baum genagt ...? man weiß es nicht :)

jedenfalls: noch stammen meine 2,5kg elstar hier aus dem supermarkt. und die waren auch die versuchskaninchen für meine ersten apfelentkernerversuche ... gemetzel ;)
was backen? rezeptescannen ... das gefundene "mit eierlikörcreme" klingt gut – aber ich hab keinen eierlikör da, nur 43er. schmand ... misch ich mal saure sahne und creme fraiche, da komm ich ja sozusagen bei schmand raus. und hefeteig? bin ich grad zu ungeduldig! heiteres zutatenmixen also – ich hab es für eine 20x20-brownieform hiermit versucht:
für den rührteig:
*80g weiche butter mit *70g zucker cremig rühren
*2 eier nacheinander unterrühren, eine *prise salz dazu
*180g mehl mit *1,5 TL backpuler mischen, abwechselnd mit *75ml milch unterrühren

für die creme:
*150g schmand (oder etwas ähnliches ;)) mit *1 ei, *50g zucker, *1/2 päckchen vanillepuddingpulver (zum kochen) und einem ordentlichen schuss *43er likör und *vanillesirup verrühren (un-prozentig funktioniert das sicher auch mit "nur sirup"!)

... und jetzt:
teig in die gefettete form geben, cräääm-mischung drauf und etwa *2,5 äpfel (in feine scheiben geschnitten) darauf verteilen.
ca. 30 minuten bei 175° (umluft; elektro 190-200°), abkühlen lassen ...
und am nächsten morgen zum frühstück servieren! schon hat man schnaps auf dem sonntagsfrühstückstisch ... naaaa, oder auf dem späten kaffeesofa :)
habt einen wundervollen sonntag und süße stunden!
in weiterer apfel-erwartung: die S. vom blech

Dienstag, 3. Mai 2011

Backen und Buchstaben

jaaaa, das alphabet ist meine leidenschaft! täglich kaum aufzuhalten aus dem eigenen munde, dann das ganze nochmal beruflich (vor allem in schriftlicher form). und wenn wörter dann noch was mit gebäck zu tun haben: dreh! ich! durch!
russisch brot ist da schon mal ne gute nummer.
oder die fabulösen plätzchenstempel, mit denen ich von einem schlichten, aber passenden "knusprig" bis groben unflätigkeiten aaaaalles auf kekse pressen kann, was ich will.
und nicht zuletzt: backkreationen namen geben!
ich erwähnte ja schon mal meine ambivalente einstellung gegenüber verniedlichungen am ofen. überhaupt schaffen es nachgebackene dinge nur äußerst selten unter ihrem "rezeptnamen" in meine rezeptbox. aus "nougathappen" wird ein "nougat-doppelD", "spitzbuben" heißen bei mir "marmeladenbeste" ... nicht für immer natürlich, ich benenn sie saisonal gerne um.
jahaaaaa, verwirren gehört ebenfalls zu meinen leidenschaften!

nun lahmt unser backblech etwas ... hier ne neue küche, da neuerdingliche bildungsverpflichtungen in den abendstunden - der ofen ist schrecklich kalt bis frostig geblieben in den letzten wochen.
desolé!
ein paar leckereien gab's, die schaffen es noch als nachzügler aufs blech ...

heute aber: fremdes backwerk.
und dann auch noch aus dem süden!!!
ich hab's nur aus der ferne bewundert, ich hab nicht mal dran gerochen ... aber ich hab ihm einen namen gegeben! :)
die fantastomatischen "Wir machen Cupcakes" aus münchen haben ihre cupcake-liebe aus aussieland/sydney nach germany importiert und seit diesem jahr ihr lädchen für zuckersüchtige besucher geöffnet. im dezember war ich das letzte mal zu besuch in bavaria, da hätten besuchte freundin und ich uns fast cuppies liefern lassen (einen lieferservice gabs schon länger) - hätten aber im leben zu 2t keine 6 geschafft. also dachte ich: nächstes mal.
und nun darf ich "nächstes mal" gleich richtig zuschlagen: 12 cupcakes darf ich mir in die plauze hauen! :)

über gesichtsbuch haben jung und mädel sheloian und iris von "Wir machen Cupcakes" aufgerufen, ihre neukreation aus den zutaten ***Rum (und nicht zu wenig!), brauner Zucker, Vanille - bestreut mit farbigem Zucker-Glitzer-Glam*** zu benamsen. GANZ klare sache, das ist ein "yummie rummy" - ein schmackiger säufer ;)
jey, fanden die beiden wohl auch - und deshalb müsst ihr bazis und münchen-besucher im mai (und natürlich auch danach, denn kleine cafés müssen geliebt werden!) den laden stürmen und den yummie rummie oder einfach auch irgendwas anderes bestellen und genießen und glücklich werden.

... und ich schaffs 2011 auch noch, von der elbe an die isar zu reisen. und dann: ein dutzend cupcakes für hamburchbackblech, bidde! :)

Buchstabenbäckerin S.