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Freitag, 16. November 2012

Birne da – Birne weg!

äpfel haben wir auch in diesem jahr eine ganze menge - einen ganzen kleinen baum voll! denn das kleine patenbäumchen ist immer noch unseres und auch 2012 haben wir wieder unsere 20 kilöchen abgeholt – nicht abgeerntet ... das haben wir wieder machen lassen ... aber 2013 klettern wir alle drei auf den mickrigen baum! ;)

jetzt haben wir "obstabteilung auf dem balkon" – haaach, das ist so komfortabel! und wenn wir auch  ungefähr die hälfte schon wieder verspeist haben – an äpfeln mangelts uns also nicht.

auch, wenn wir unsere elstars lieben, ist es kein wunder, dass, wenn mal ein anderes obst, sagen wir: eine birne, auftaucht, dieses jeeeenige auch zack wieder weg ist. gilt für in kuchen verwandeltes obst natürlich umso mehr! weil ich immer noch nicht so wirklich wieder für "aufwendig" zu haben bin, habe ich schamlos ein als "für anfänger" gebranntmarktes rezept anvisiert ... und hach, es kann so einfach sein: der liebste findet es großartig! was müh ich mich? demnächst zackizupf den *birnen-schokocreme-kuchen* (**) zusammengerührt und es herrscht glückseligkeit! :)

so hemmungslose, dass ich am blech nicht mal ein ordentliches foto vom backwerk zaubern konnte! was bleibt, ist birnen-impression und ein mehr als halb ausgekratzter nuss-nougat-creme-becher ...
hier nun also: wirklich schmackig und einfach!
*2 große (oder 3 kleinere) birnen schälen und stückeln, in *200ml aufgekochten apfelsaft werfen und 5 minütchen mit deckel schmurgeln, dann abtropfen lassen. *ofen anschmeißen: 160° (umluft, sonst 180°). *200g butter mit *200g zucker schaumig rühren, ein bisschen *vanille einrieseln lassen, *4 eier einzeln unterrühren. eine mischung aus *200g mehl und *2 TL backpulver untermengen und die birnen in den teig bitten. eine springform (ich hab eine 20cm genommen; bei einer größeren wird die nummer halt etwas flacher, aber siiicher nicht schlechter!) mit backpapier und dem lecker' teig auskleiden. *100g nuss-nougat-creme (oder auch mehr ... sag ich mal ...) zur hand nehmen, die hälfte schmelzen (bloß aufpassen, dass nichts anbrennt, das geht turbo! warm anhauchen reicht fast, um sie zu schmelzen ...) und unter den teig heben, den rest in klecksen on top. ofenzeit!

bei mir sah der kuchen nach knapp *60 minuten etwas unfertig aus ... INNEN – wie oft haaaab ich gesagt, "lass' den erst abkühlen!" ... aber gönnt man dem kleinen stückchen seine abkühlzeit, ist er ganz fabulös wie er sein soll: jummie! und eben – weg! :)

süße grüße vom "heutegehichmalobstfremd" apfelluder S.

(**)das rezept stammt übrigens aus der herbstausgabe der "Sweet Dreams" ... und so sehr ich mich ja bekloppt kaufen könnte an koch- und backmagazinen ... und die rezepte wirklich schön sind und die fotos hübsch ... also ... textlich ist dieses verlagswerk echt  grenzwertig. da kommt die professionelle in mir zum vorschein, die apfelsafttüten korrektur liest und die ein leichtes bis durchdringendes schütteln verspürt, wenn sie sowas liest ...
naaaaa, vielleicht jeschmackssache, wie so vieles ... ich wollt's nur mal gesagt haben ;)

Sonntag, 8. Januar 2012

La petite pomme oder: Der größte Apfel der Welt

ja was denn nu'? groß oder klein oder dick oder dünn? na, dick eh, wir sind ja hier nicht auf dem schlank-, sondern auf dem backblech! okee, "dick" ist vielleicht übertrieben – sagen wir lieber "zarte speckschicht" :)
und sonst, groß oder klein? das ist die frage ... ich hab da einen apfel zu weihnachten bekommen:
aus dem lippischen gärtchen einer freundin-mama, extra für mich reserviert. welche sorte? keine ahnung. aber es muss irgendeine "little-", "klein-", "mini-" oder "petit-"züchtung sein. denn wenn ich einen der boskops von unserem apfelhof-ausflug danebenlege (übrigens der 4tletzte apfel, der von unseren 20kilo noch auf dem balkon schlummert ... immer noch top in form, und deshalb habe ich auch unser bäumchen um ein weiteres jahr verlängert – jeyyyy, auch 2012 werden wir apfelausflügler sein entweder auf den apfelexpress steigen und selbst ernten ooooder einfach unsere 40 pfund einsammeln) ...
wow!
zugegeben, auch ein monstraler boskop (ca. 280 gramm). aber wie tiny das gartenäpfelein! :)
in den schmusigen apfel-schmand hab ich dann auch nur das monster geschnibbelt – und es tatsächlich wieder nicht geschafft, den kuchen fertig aufs bild zu bannen. war auch zu schnell verschmaust bei der sonntäglichen kuchensause bei freunden, ist aber natürlich trotzdem ein waschechtes sonntagssüß (heut von julie bei mat&mi)!

euch allen einen wundersüßen sonntag und einen schmackigen wochenstart!
das apfelmädchen S.

Sonntag, 6. November 2011

Mach ma bidde noch'n Bier!

sonntach – dittschezeit! :)
hach, ich hab ja ein groooßes herz für den roinen weltimbissbesucher im bademäntelken, der sonntagsabends bidde ma leergut zum ingomann bringt und mindestens 2x pro sendung am tresen überperlt und auf der flucht vor karger ein paar dittschberger kippt. kurz, bevor ich nach hamburch gezogen bin, sind wir mal an der eppendorfer grillstation vorbeigeradelt und ich woooollte ein foto! war mir ja etwas unangenehm, so mit rechts von der bude ein haufen sonntagnachmittagskaffeetrinkender eppendorfer und links von der bude ein haufen sonntagnachmittagskaffeetrinkender eppendorfer ... aber egal.

und da bleibt es mir jawohl unbenommen, auch mal ein bierchen zu verbacken am sonntag!
 zwar stunden vor sendezeit (poooooh, nachdem ich neulich schon die dittsche-nacht verpasst habe, werde ich doch wohl bis 23.15 wachbleiben können! ich bin so eine memme! ... und ein schlaftier ... ;)), aber dann ist ja auch allerbeste *sonntagssüß*-zeit! (allerdings hatte ich heute morgen bei der süßen frau larsson schon ein erstes süß: einen ganzen teller voller lottapfannkucheletten!)
ein bierteig also: *100g mehl mit einem *eigelb, *50g zucker, *100 ml bierchen (gut, dass da noch ein paar flaschen auf dem balkon stehen) verrühren und ein halbes stündchen quellen lassen.
in der zeit *äpfel entkernen, schälen, in dicke scheiben schneiden und mit *zitronensaft frischmachen.
ein eiweiß mit einer prise salz steif schlagen und vorsichtig unter den teig heben. 
und jetzt kommt, wovor ich mich schon immer gefürchtet hatte und was ich immer den anderen überlassen habe ... frittieren!!!
großartig – mehl, zucker, eier ... sowas hab ich immer im haus. aber genügend öl zum spontanfrittieren? naja, schon einen ganzen kanister olio italiano, aber das ist ja nicht so schnafte geeignet ... eine pfütze rapsöl muss reichen. erhitzen also und mit essstäbchen testen, ob es apfelschwimmtemperatur hat (wenn bläschen am holz hochsteigen, isses parat. wisst ihr natürlich schon lange. aber ich bin ja frittierjungfrau! ;)). apfelscheibchen in die teigglückseligkeit tunken (huii, das riecht ordentlich nach bier! um nich' zu sagen: der teig perlt!) und ab ins ölbad.
mh. soll das nicht sofort zischeln und sprutzeln und knusprigkeit annehmen? tut es nicht. es brodelt so vor sich hin ... ich wende ... ein halber teig fällt ab. noch ein bisschen bräunen ... raus mit dir, nächster versuch! jetzt bleibt immerhin der teig am apfel, aber ... aber ach mann, so wie auf all den deliziööösen "apfel beignets"-bildern sieht das nicht aus.
oh, das schwimmt ein stückchen teig ... ist braun ... mal rausholen ... mal abtropfen lassen ... mal in zimt&zucker wenden ... mal probieren ... JUMMIE!
argh – ich mag also frittierten teig! fa-bel-haft, das macht das bäckerinnenherz nicht gerade glücklich. aber mal abgesehen von schmalzkuchen auf weihnachtsmärkten und auf dem dom gibt es doch wirklich sowas ... wie heißt das noch ... hab ich doch auf amiblogs gelesen ... "fuzzel cake"? neee, ach goggel, du bist so klug: "meinten sie funnel cake?" ja, den meine ich! selbst martha und die multitasking ree verbreiten rezepte für diese "spezialität", die vermutlich einen großteil frühpubertärer amerikanischer diabetes verschuldet ...

und nun konnte ich nicht widerstehen und musste diese möchtegernbeignets verknuspern und jetzt is mir ein bisschen unwohl und ich rieche wie eine frittenbude und die küche sieht aus, als sei der fettkrieg ausgebrochen ...

aber was soll es: so schließt sich der kreis zu dittsche und schildkröti und ingomann und zur eppendorfer grillstation. und ich stelle mir jetzt als zuckerschocktherapie ein chili auf den herd und bewundere nebenbei das sonntagssüß aus so vielen küchen, das frollein text heute aufgegabelt, -gelöffelt und -getafelt hat :)
süßen gruß von der S. vom hamburchfritti... NIX: blech! :)

Montag, 31. Oktober 2011

Apple-Battle ... ach, ich will nicht kuchenfighten!

die S. hat 20 kilo äpfel auf balkonien ... na, sechzehneinhalb vielleicht noch, denn eins hat die mama des liebsten bekommen, mindestens 1,5 sind schon in den zwei baumbesitzermägen und eins bei der backschwesta gelandet. sie will daraus backen. für die kollegen. und ich? auch!

montagmorgen, 9:03. tatort agencyküche. 2 springformen. 1 schlagsahnebeauftragter (die accessoires deligieren wir ;)). APPLEBATTLE in da' haus! zum ersten meeting also 2 sorten apfelkuchen mit saaaahahahaaaaahne. und in der küche ein küchengemetzel aus apfelgeschmuse und hochprozentigem: der backschwesta zuckerpuppe war die flasche rum ausgerutscht ;)
(mir ist übrigens gestern die iBitch aka backblechfotomaschine ausgerutscht. auuuuf den kuchen! ich hätte das elend gerne beweisfotografiert, aber, naja, wie sollte das gehen ... und die andere cam ist vernachlässigerweise leer :o/)

und so wurde der *schmusige apfelschmandkuchen* für die schlacht parat gemacht:

*hübsch 250 gramm äpfel schälen, in schnitzerchen hacken und *zitronensaftbeträufeln ...
*200g butter, *250g zucker, *1päckchen vanillezucker, etwas *abgeriebene zitronenschale schaumig rühren ...
*3 eier, *200g mehl, *2 TL backpulver, *100g mandelblättchen, *3EL 43er likörchen oder bailey's oder milch dazurühren.
ab damit in die gefettete und gemehlte form und die äpfel muckelig darauf arrangieren ...
(ich habe nur die ränder gefettet, für den boden habe ich einen bogen backpapier eingespannt - wenn man nichts abschneidet vom papier kann man den kuchen ganz wunderprächtig hinterher vom boden der form heben :) ein tipp von der guten madame wiener – ich komme auf sowas ja nicht, wie man weiß ;))
*200g schmand, 2 eier, 100g zucker, 1EL 43er (oder milli oder bailey's) vermengen und auf der apfelparade verteilen ...
ab in den 160°C warmen ofen (umluft, elektroooonisch sind's 175°C) für etwa 60 minütchen. damit der schmuseschmand nicht zu dunkel wird, evtl. nach 30-45 mit alufolie abdecken.
jetzt niiiiiichts drauffallen lassen und vorm servieren vielleicht noch ein bisschen puderzuckern :)
montagsfreudeeeee!

... und übrigens war das eine ganz wundervollfriedliche äppelbäddle – sowas geht eben nur mit backschwestaaaan! :o*
die zuckerpazifistin S.

Samstag, 8. Oktober 2011

Süße Wände

ich bin ja wirklich außerordentlich talentiert daran, nichts an meine wände zu hängen. ich bewahre im schrank etwa 20 hübsche bilderrahmen auf, die dazu auserkoren sind, eine wundervolle fotoparade an die wand überm weltbesten schmusesofa zu zaubern – aber ich scheitere schon am ersten nagel. ich bewundere menschen, die tolle bilder im flur, ins wohnzimmer, wohinauchimmer hängen – ich schaff's einfach nicht. in meiner küche hängt 1 minikleiner rahmen (natürlich mit der größten botschaft überhaupt: "alles ist gut, wenn es aus schokolade ist"). das war's. für die ganze wohnung! ach ...

umso lieber gucke ich mir deshalb dinge an wänden an – süße natürlich. und wenn konditoren- und patisserie-werke auch noch mit wundervollen buchstaben kombiniert sind: umso fabulöser! ein fall für *grafikdesign im jugendstil*, eine ausstellung, die momentan (und noch bis ende oktober, also HIN!) im hamburger museum für kunst und gewerbe läuft (gleich nebenan übrigens die *stylectrical*, für alle, die sich nicht mit apfelkuchen, -mus und applepie zufriedengeben!).

damals gab es eben keine doofen lila kühe und keine längsten pralinen – da gab es für schokolade und kaffee wunderschöne bilder!
(ganz groß, dieser höfliche ton: "gefälligst umfalzen!" da sag noch mal einer, ICH wäre krabitzig! ;))
und sollte ich jemals bäckerinnengeschäftskarten drucken, werde ich mich an schneidermeister kluckows wortwahl orientieren:
 "... bringe ich zur gepflegten Kenntnisnahme, dass ich meine Wohnung nach einer anderen Straße hin verlege. Ich bitte, mich auch im neuen Hause gütigst mit Aufträgen betrauen zu wollen, für deren sorgfältige und schnellste Ausführung der Ruf meines schon seit Jahren bestehenden Geschäftes Gewähr leistet. Mit vorzüglicher Hochachtung und ergebenst ..." ich würde sagen, alles, was ich jemals im job oder im backfeenleben geschrieben habe, ist ein witz dagegen!

aber apropos "andere straße" und "süße wände" – DAS ist meine neue küchenwand (nur eine, wir wollen ja beim backen nicht ohnmächtig werden!!!) (und davor: 1/10 des back- und kochbuchbestands ... ;)). ich fürchte, ich muss bald wieder streichen ... so richtig will ich nicht freund mit ihr werden ...
ein zuckersüßes wochenende von der wand- und keksmalerin S.

Sonntag, 2. Oktober 2011

In der Elbe fließt ... ein Kuchen!

.. und der schwimmt da nur für mich! hundert pro! großartig, fantastulös ... *sonntagssüß!* :)

+++ oh ja, ihr seht richtig: heut wird's auf dem blech doppelt süß! denn während Zuckerpuppe J. kleine zarte Schoki-Meringues gezaubert hat, war die knuspersüße S. in "mission sandkuchen" unterwegs ... +++

mein süßer sonntag (und hurraaaa, es folgt ja auch noch ein süßer montag!) war vor allem sonntagssonnig und voller liebe und ... grillgut :) das ist bekanntermaßen eher salzig und herzhaft und knusprig (nicht haferflocken-schoki-knusprig ... eher kotelett-knusprig – zumindest dann, wenn der grillmeister sich kurz entfernt und die mädchen das kotelett vor lauter gesabbel ein bisschen zuuu lange sich auf dem rost und an der grillkohle muckeln lassen ;)). wenn man sich aber für die grillerei mit liebstem besuch aus dem heimatbundesland good old NRW (ach nina, warum bist du nur wieder aus hamburch weg?) und ein paar zuckerhamburgern an den elbstrand legt, wird grillen eh süß. dann liegt man da und brutzelt sich und die maiskolben und muss die decke immer weiter vor der ankommenden flut in richtung sicheres festland ziehen und der besuch schreit "DAAAA! eine backform!!!" – jou, is klar. "DOOOOCH! daaaa!" – tatsache: ein backförmchen! nur für mich! mir direkt vor die wohl letztmalig im jahr unbesockten füße gespült:
das ist ... zuckerschicksal (ich finde, "kismet" klingt wirklich nach zuckrigkeit!), backfeenkarma. und während ICH mir meiner zuckerbäckerinnenpflichten bewusst bin und brav den strand mit kuchen bedecke ...
machen die jungs wieder nur driss! ;)
ach, wundervoll war's!
allerdings, und ich war schuld: wir hatten nach wurst und co. keinen nachtisch. und dabei hatte ich noch groß getönt "... und es gibt auf jeeeeden fall kuchen!" dieses versprechen nahm ja heute morgen auch schon ganz wunderbar gestalt an.

halloooo, baby – kennen wir uns?
der hefeteig à la leila (butter, hefe, zucker in warmer milch auflösen und mit mehl in einen teig verwandeln, der dann ruuuuhen und wachsen darf) ist ganz toll geworden – und sollte basis sein für einen – ja, ich bin immer noch auf der suche nach DEM rezept! – apfelkuchen. (zumindest die eine hälfte des teigwunders. die andere soll sich morgen *hurra, nochmal ausgiebig und laaaange frühstücken! an einem moooontag!* in zimtschneckchen verwandeln!) ich hab ihn natürlich vorm grillen gebacken. aber dann wurde die zeit knapp und ich hab's grad noch geschafft, ihn aus dem ofen zu holen. hätte ich ihn dann mit auf den raumgleiter genommen (habe ich jemals erwähnt, dass mich radeln auch sehr glücklich macht? nicht soo monstral wie backen, aber schon auch.), wäre mir der fahrradkorb geschmolzen!
... und so habe ich den nachtisch ins wohnzimmer verlegt und ... ach, so wirklich grund, diesen kuchen zu vermissen, hatten wir nicht. die schmandige marzipanschicht schon lecker, aber der teig zuviiiiel im verhältnis zum obendrauf. es scheint fast, ich hab's nicht so mit apfelkuchen, denke man nochmal an den "schinkenkuchen" von letzter woche. *sonntagssüßes* lieb ich trotzdem. und all die ladies (is' eigentlich ein jung' dabei?) bei lingonsmak ebenfalls :)

genießt den rest vom heute und den süßen geschenkt-tag morgen!
die S. aus dem elbsand(kuchen)kasten

Mittwoch, 28. September 2011

Apfel*schmus*kuchen

ach du jeh, was sind DAS denn für kuchenfotos? ach du ... gott, sind die schlecht geworden. fotografieren ist ja nicht wirklich meins. und mit einer hand zutaten in eine teigschüssel kippen und gleichzeitig ein bild zu machen ... noch weniger! schlecht. ganz schlecht.
passend zu schlechter laune. einfach so, möppeliger abend (und jetzt kommt mir hier keiner mit "was ist denn schon wieder "möppelig"?" das steht im gleichen wörterbuch wie "pölter" und "pöter", himmeldieberge!!!).

was tun? backen! denn während sich krabitzigkeit und regengewölkgemüt ins unendliche potenzieren, wenn ich in einer solchen verfassung sport treiben soll (ich erinnere mich mit schrecken an alte düssel- und ich-in-einem-fitnessstudio-angemeldet-zeiten, wenn ich grantig den crosstrainer betrat und nach einer stunde auf der gerätschaft wie eine furie heimgefahren bin), ist backen ein glücksgarant.

sooo, welches der vielen gesuchten und gefundenen apfelrezepte soll's denn sein und ist spontanbacktauglich? so sehr ich äpfel liebe – wenn ich mich so umsehe, finde ich leider fürchterlich viele apfelkuchenrezepte laaaangweilig. die sehen oft so ... unsexy aus. wohingegen (oh, was für ein vergessenes und unterschätztes wort! ach, heute tu ich alles, um von meinem fotografischen unvermögen abzulenken!) mich schokochrunchige cookiezutatenlisten immer seeeehr anmachen. liegts an der schokolade, die sich so selten in apfelige rezepte verirrt? dann klingt dieser apfelmuskuchen doch nicht schlecht: es ist schoki drin. aber weiße ... neee. apfelmus? kann ich da auch das apfelmangomus, das noch im schrank steht ...? oooh ja, und wie: selten habe ich so was köstliches vom teiglöffel geleckt wie diese mischung aus eiern und zucker und vanille und apfelmangomus ... mjaaaaaam! (und zwar so ein "mjaaaam", wie es julie in *julie&julia* von sich gibt, wenn sie zum ersten mal pochierte eier isst! ;) macht sie das in der originalversion auch? beim nächsten und gefühlt 22. mal muss ich den film endlich auf englisch gucken!)

also, einmal das rezept ein wenig durchgewirbelt und das hier probiert:

den gutelaune-katalysator (= ofen) auf 150°C (umluft; elektro: 175°C) vorheizen
*180g butter im wasserbad schmelzen, *75g gehackte dunkle schoki hinzugeben, schmelzen und etwas abkühlen lassen
*3 eier mit *120g zucker, eine *prise salz und eine *nachvanillegustoprise gemahlene vanille ein paar minuten lang hell und schaumig schlagen
ca. *330g apfelmangomus dazugeben und noch einmal ordentlich durchmixen
die geschmolzene schokibutter und *180g mehl (mit *2 TL backpuler vermengt und in die schüssel gesiebt) voooorsichtig unterheben (it's SO fluffy!)
den teig liebevoll (die laune ist spätestens jetzt besser – auch wenn ich sagen muss, dass der teig ohne schoki ein bisschen toller geschmeckt hat ...) in eine gefettete kastenform füllen und für etwa 45-55 minuten im ofen (unteres drittel) parken.

währenddessen: *1 apfel in dünne scheibchen schneiden und in *100ml apfelsaft kurz köcheln – dann abtropfen lassen.
kuchenstäbchenprobe!!! kein krümel mehr am holz? dann raus aus dem ofen und nach 10 minuten zum abkühlen auf ein rost stürzen.
jahaaaa, der "rohling" sieht tatsächlich aus wie auf dem rezeptbild :) dank backspray (einer echten perversität in meinem küchenschrank – aber es macht mich immer wieder glücklich!) perfekt aus der form geglitten ... und beim abkühlen hat er eine schmusige mulde bekommen, in der nun noch die restlichen zutaten drapiert werden dürfen:
*weiße oder dunkle schoki oder kuvertüre (was und welche menge auch immer euch im wasserbad oder in der mikrowelle keinen ärger macht) schmelzen und aus der lamäng über dem kuchen verteilen, die *geköchelten apfelscheibchen darüber und ein paar minzblättchen landen lassen ... kollegenglück!
muaaahahaha, "es" sieht aus wie ein hackfleischkuchen mit schinken!
und schmeckt ... oooh, das ist ein ambivalenter kuchen:
"du bist zu selbstkritisch – der ist toll!" – "der belag ist toll!" – "mhh, nicht zu süß ... das mag ich!" – das hab alles nicht ich gesagt. denn: mein fall ist er nicht. nicht wirklich fruchtig, nicht wirklich schokoladig. die backschwester findet ihn auch nicht heiß (na, irgendwie schon, ihr kommentar: "verbrenn' das rezept!"). und es gab kommentare, die wollt ihr in einem foodblog nicht lesen. optisch ein reißer (stellt ihn auf ein kuchenbuffet und es wird sicher fröhlich geraten, was "das da obendrauf" ist ;)), aber geschmacklich nicht meins.
aber meine laune: viiiiiel besser! backen ist einfach happiness-garant – egal, was dabei rauskommt ;)
die wieder lächelnde S.

Sonntag, 25. September 2011

Apfelschnaps zum Frühstück

... nein, so weit isses noch nicht mit mir ;) aber an "apfel" und "schnaps" ist was dran – wobei, 43er ist eher likörchen, oder? und damit eigentlich auch nur ein bisschen prozentiger zuckersirup. den kippen sich andere leute in den kaffee. so schließt sich der kreis und ich bin fein raus mit meinem *apfelkuchen mit likörchencreme* :)

den hab ich *sonntagssüß* (heut übrigens beim zuckersüßen fräulein text) in vorfreude auf 20 kilo feinste elstaräpfelkes gebacken, die uns unser patenkind in diesem jahr schenkt: ein apfelbäumchen im einmal*schwuppüberdieelbe*alten land!
selbst ernten konnten wir dieses jahr nicht, und so werden die versprochenen 20 kilo, die wir bis november abholen dürfen, wohl nicht von unserem "mono.stereo" (warum soll ein baum keine techniknamen haben dürfen?) stammen. aber vielleicht hat ein wurm in einem dieser äpfel vorher an unserem baum genagt ...? man weiß es nicht :)

jedenfalls: noch stammen meine 2,5kg elstar hier aus dem supermarkt. und die waren auch die versuchskaninchen für meine ersten apfelentkernerversuche ... gemetzel ;)
was backen? rezeptescannen ... das gefundene "mit eierlikörcreme" klingt gut – aber ich hab keinen eierlikör da, nur 43er. schmand ... misch ich mal saure sahne und creme fraiche, da komm ich ja sozusagen bei schmand raus. und hefeteig? bin ich grad zu ungeduldig! heiteres zutatenmixen also – ich hab es für eine 20x20-brownieform hiermit versucht:
für den rührteig:
*80g weiche butter mit *70g zucker cremig rühren
*2 eier nacheinander unterrühren, eine *prise salz dazu
*180g mehl mit *1,5 TL backpuler mischen, abwechselnd mit *75ml milch unterrühren

für die creme:
*150g schmand (oder etwas ähnliches ;)) mit *1 ei, *50g zucker, *1/2 päckchen vanillepuddingpulver (zum kochen) und einem ordentlichen schuss *43er likör und *vanillesirup verrühren (un-prozentig funktioniert das sicher auch mit "nur sirup"!)

... und jetzt:
teig in die gefettete form geben, cräääm-mischung drauf und etwa *2,5 äpfel (in feine scheiben geschnitten) darauf verteilen.
ca. 30 minuten bei 175° (umluft; elektro 190-200°), abkühlen lassen ...
und am nächsten morgen zum frühstück servieren! schon hat man schnaps auf dem sonntagsfrühstückstisch ... naaaa, oder auf dem späten kaffeesofa :)
habt einen wundervollen sonntag und süße stunden!
in weiterer apfel-erwartung: die S. vom blech

Sonntag, 31. Juli 2011

Apfelliebe ...

... ganz ohne apfel - apfel"geschmack" zumindest.
denn heute zählt bei meinem *sonntagssüß* nicht das, was AUF dem teller liegt (wobei die schokotarte schon seeeehr lecker ist - allerdings etwas unwillig und umso krümeliger aus der form zu locken und sowieso schon altbekannt ;)), sondern der teller selbst: ein kleiner kopenhagen-nachtrag!

ich hatte mich - man bedenke die 16kommairgendwaskilo, die mein rucksack auf die check.in-waage brachte - ja wirklich beherrscht, was das shoppen anging. cupcake-duschvorhang und -badematte und -küchenhandtücher und -tischdecke ... ich hab nein gesagt (och, aber die gibt's ja auch online! ;)). hübsche alte kochbücher, wunderschönste porzellankreationen, den halben netto (bis auf ein päckchen natron, das ich vor ort für den schokokuchen als couchsurferdankdessert brauchte) ... no, no, no (und insgeheim hasse ich mich dafür - die herzensschwesta bekommt all die schönen sachen doch auch immer nach hause transportiert)!!!

aber bei tiger bin ich ein bisschen durchgedreht! küchensachen, schreibtischschönheiten, lakritze, prinzessinnenschirme, karnevalsbrillen, ofenhandschuhe ... HABEN WOLLEN! und alles für ein paar schnapperkronen!!! S., denk an den rucksack! ok - aber bittebitte nur ein biiiiisschen geschirr!!!
wirklich nur ein ganz paar teile: 2 teller, 2 schälchen, 3 gläser - und ich hätte 10mal soviel mitnehmen können, weil diese zuckersüßigkeiten mich nur insgesamt 50 kroner (6,70€!!!) ärmer gemacht haben und 2. mich diese apfelbäckchen über die harte zeit trösten, bis irgendwann die wunderhübsche apfelbettwäsche von graziela vor meiner tür liegt- ich visualisiiiiiere ... :)
foto von bygraziela.com
(nich' verraten, aber für ein bisschen tortenspitze für kleine kuchen war auch noch platz ;))
... und beim nachdemlink-suchen hab ich grad entdeckt: in hamburch schlummern zwei TIGERshops! mindestens DEN will! ich kommeeeee!
ein sonniges sonntagssüß an alle backschwestaaaaa'n und -brüder von "in love with äppels" S.

Dienstag, 17. Mai 2011

Spargelkartoffelkekse

... und das war nicht meine idee!

ich gebe zu, ich bin gesprächig - nicht nur in natura, sondern auch auf gesichtsbuch. zwar teile ich noch nicht über sämtliche plattformen meinen gemütszustand mit - aber wenn ein akuter backschub besitz von mir ergreift, dann fließt es aus den fingern, dann muss ich schon mal den facebook-status aktualisieren. backvorhabenposts wiederum erzeugen immer großes echo (meistens von kollegen, die ja häufig "opfer" dieser ofenanfälle sind), rezeptvorschläge inklusive. heute aber kam ein kommentar aus meiner lippischen heimat: spargelkartoffelkekse. warum?

na, es ist meistens so: extremebaking und dann gaaaanz starkes salzbedürfnis (stichwort weihnachtsbäckerei). heute dagegen: spargel, kartoffeln, schinken - danach brauchte ich dringend was kuchiges! gesichtsbuchte es und bekam als antwort die interessante o.g. inspiration. ich die backbücher schnellgescannt, kühl- und backschrank ebenfalls und: mich für 3erlei muffins à la leila lindholm entschieden. dann aber doch apfel, himbeer, blaubeer statt spargel, kartoffel, schinken. (sorry, thorsten! ;))

na, im grunde ist es einerlei streuselmuffin-rezept in 3erlei abwandlung ;) ich habe 1,5 mal dieses angerührt:
*100g butter schmelzen, 200ml milch dazu
*2 eier, 120g zucker, 1TL vanillezucker und abgeriebene schale von 1 zitrone schaumig rühren, die lauwarme milchbutter dazugeben
*240 mehl mit 2TL backpulver und 1 prise salz mischen und vorsichtig unter die fluffige eimasse rühren (das sieht immer soo hübsch aus! :))
nebenbei die streusel fabrizieren:
75g kalte butter
80g zucker
60g mehl
60g haferflocken zusammenbröseln
(und ruhig die mühe machen, auf den stuhl zu steigen, um die grooooße schüssel zur hand zu nehmen ... streusel bröseln in kleiner schüssel NERVT! alles bröselt daneben. meine güüüte, man könnte denken, ich stünde zum eeersten mal am blech!)

jetzt die varianten:
*blaubeeren untermischen (für eine teigmenge wären es 350g - also entsprechend abwandeln)
** himbeeren untermengen (da hab ich nach gefühl untergerührt ... testet einfach, wie es sich hübsch mit dem teig vermengt ... ich habe auch noch ein bisschen dunkle schokolade gehackt und dazugegegen)
*** äpfel kleinschnibbeln (für eine teigmenge ca. 4), mit 2EL Zucker, 2EL Zimt und 2EL Butter  kurz andünsten, ein wenig abkühlen lassen und unter den teig rühren
die muffinförmchen etwa zu 2/3 füllen, streusel draufstreuseln und evtl. jeweils eine himbeere, ein paar blaubeeren und etwas apfel oben drauf geben (sehr hilfreich, um die muffins auseinanderzuhalten! ;) wobei es da auch unterschiedlichfarbige papierförmchen tun ... so eine einzelne himbeere leidet schon sehr bei ca. 20 minuten in ca. 175°C heißer Umgebung!).

 (und wenn keine streusel mehr da sind und auch kein platz mehr in der muffinform ... auch egal ;))
unbedingt eine stäbchenprobe machen, meine muffins haben ordentlich länger gebraucht als die angegebenen 20 minuten!

dann endlich schlafen gehen ... das backwerk auf dem fahrrad durch strömenden regen transportieren* ... und den kollegen zum frühstück servieren! jummie! :)

Spätbäckerin S.

*... und noch ein tipp: niemals mehl für den nächsten backwahn einkaufen, wenn man nur einen hübschen stoffbeutel hat und es regnet ;) denn ein leicht angefeuchtetes päckchen mehl muss schnellstens verbacken werden ...!!!