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Freitag, 13. Juli 2012

Schwestatag, Zuckertag, Feiertag!


was giiiibt es nicht für dolle feiertage:
gerade war der *tag des kusses* groß in der presse, am 7.4. wird der *pillow fighting day* zelebriert, vom *welttag des purzelbaums* (27.5.) hab ich eben zum ersten mal gelesen und über das datum des *world cookie day* wird man sich offensichtlich nicht einig (dabei sollte SO einem tag natürlich ganz besondere aufmerksamkeit geschenkt werden!)... nicht zu vergessen die klassiker wie weihnachten, ostern – groooße backtage (oder gleich -wochen!). und werden wir wirklich internäschionäl und schielen auch mal richtung martha stewart & co., kommen wir ja um all die very american festivitäten nicht drum herum. vor kurzem: happy 4th of july! DIE dominanzia von weiß-rot-blau, sprinkles, feuerwerk und ordentlich alaaaarm. hab ich an sich ja nichts am hut mit. aber da ist mir ein rezept begegnet ... "very festive, very easy" – und sooo good looking: ein *red, white, blueberry trifle*! das ganze auch noch hübsch im video präsentiert (ich mag die immer etwas überdrehte sarah, die pastawasser immer "salty like the sea" salzt und bei der kochen stets äußerst vergnüglich aussieht!) und offensichtlich nicht sehr aufwendig.

was daran liegt, dass es hier ja eigentlich wenig ums backen geht ... denn ins trifle werden einfach löffelbiskuits gebröselt. man könnte jetzt natürlich ganz streng sein und die selbst backen, aber ...
da ich einen ganz anderen feiertag als den 4. juli zum trifle-anlass nehme, back ich einfach noch etwas anderes dazu und baue einen kleinen zuckertisch: für die herzallerliebste schwesta, die gerade geburtstag hatte! jetzt ist sie für 2 wunderbare schwestatage nach hamburch gereist, da muss ich auffahren!
das trifle also – wirklich sehr einfach und fix und: uuuunglaublich lecker!!! ich hab *ups* etwas mehr zucker als gewollt gewagt (nämlich schon 3/4 cup puderzucker an die himbeeren und daaaann noch 1/2 cup an die mascarponecreme ...), aber wer hätte gedacht, dass das bei einem ami-rezept mal der fall sein würde: es war genau richtig!
(das nächste mal würde ich fräulein trifle vielleicht doch eher in einer glasschüssel als in einer springform machen ... selbst nach 3 stunden kühlschrank hatte ich ein bisschen angst, dass es sich nach ein paar minuten buffetpräsentation verselbstständigt ... vielleicht wäre eine runde im eisfach angeraten. oder eben gleich schützende, aber unbedingt durchsichtige "wände"?!)

wenn ihr übrigens partout keinen akuten anlass habt, um zu zelebrieren (wobei sich hier sicher einer findet): der anblick von so wunderschönen him- und blaubeeren ist doch fest genug! :)
 
ich will noch mehr auf dem tisch: was RICHTIG gebackenes! und da ich die handpies vom veryberry-tausch soo toll fand, gab's sie nochmal – diesmal mit herzen (mit aprikose) und sternchen (blueberry, please!) aufgepimpt.
 

apropos pimpen ... ein echter evergreen ist bei mir inzwischen dieser schoko*mjam*kuchen. nun hat aber bereits das trifle den prinzesschentortenplatz auf der erhöhung für sich beansprucht, und einen zweiten richtigen kuchen – neee, es soll was kleines sein. perfekter einsatz für diese herzen, die schon eine ganze weile im backschrank schlümmern ... ein halbes schokokuchenrezept hat da für etwa 10 küchlein gereicht.
 
obacht, die schoküsse gehen ordentlich auf, da bleibt nicht mehr viel platz fürs topping! (das in diesem fall mal ohne nüsse auskam.) ein paar kleine pimp-fähnchen drauf, schon sind auch die küchlein miniwohnzimmerbuffetfein!
auch wenn ich mich jetzt schon gefragt habe, wie 2 mädchen und der liebste (der zugegebenermaßen komplett zuckersüchtig ist und damit in einem beeindruckenden maße back- und schmackwerk-vernichtungsbefähigt) das alles essen sollen ... wollte ich noch ein bisschen aufhübschen. hier ein gläschen schokolinsen, da ein paar schokokeksstänglein, und jaaa, weingummi in farblich passend gabs auch. tortenspitze und einmachgläschen sind mein freund! :)
so, das war'et nun aber. und die schwesta hat sich soo gefreut, und ich mich erst! und ich ess gleich noch einen kleinen pie ... ja, wir arbeiten noch ab ;)

oh, und jetzt ist schon wieder so gut wie wochenende. mal sehen, was sich da so süßes ergibt ...
süßeste freitagsgrüße von der tischdeckerin S.

Montag, 25. Juli 2011

Aprik*üsseldorf

ein bisschen hab ich mich ja schon in eine hamburger deern verwandelt (und ich weiß, dass meine herzensliebste zuckerschwester J. mir niemals mein quiddjes-dasein vorhalten wird! ;)): sch*** aufs wetter – das war mir irgendwie schon immer ein bisschen wurst (gut, dass ich im sommer 2011 stulpen (!!!!) tragen muss, geht dann doch etwas weit ...), habe neben den bisher rheinischen anwandlungen inzwischen auch ein wenig nordisch in mein geschnacke integriert und kann voller liebe sagen: ich wohne in hamburch!

über 3 jahre nun schon. wahnsinn, so lange schon kein unterbilk, kein bauernmärktchen, kein rhein, kein fernsehturm, kein medienhafen, keine bekloppten düsseldorfer kollegen mehr ... wird mal zeit, den alten hasen aus kicker-, altbier-, gemeinsamen"gewissenkunden"leidenszeiten einen besuch zu bescheren! und da ich 1,5 wochen meines diesjährigen sommerurlaubs in kölle verbracht habe und düsseldorf ja so gut wie nebenan liegt: ab dahin!
... aber nicht ohne backwerk.

denn vor drei jahren war ich zwar noch nicht ganz so ofenjeck. habe aber damals schon den agenturweihnachtsbaum mit beschrifteten keksen geschmückt (hach, da kommen buchstaben- und backliebe wieder zusammen!), zum geburtstag ganz sicher keine klatsch-(in DUS: "fortuna"-)brötchen, sondern selbst fabriziertes mitgebracht und kurz vor weihnachten 2010 gabs von mir ein randvollmitplätzchen-carepaket für meine alte werberklitsche ;)
deshalb also: apriküsseldorf!

ich bin verliebt in aprikosen. soo hübsch und soo köstlich und so... spitzenverbackbar!
ich bekenne: im kopf hab ich kein einziges aprikosenrezept. und meine backbuchparade steht artig aber 400km entfernt. ... aber die schwesta wär nicht schwesta, wenn sie nicht auch (oder noch viel leidenschaftlicher ;)) konsumsüchtig wäre und nicht eine janze armada kochheftchen im schrank hätte! rausgreifen, durchwühlen (ich habe übrigens 1,5 zum einschlafen fast nichts anderes gemacht ;)), tolles rezept finden: 
*aprikosenglück á la lecker*
erstmal den teig, madame - entweder euren herzallerliebsten mürbeteig oder sowas in der art: * 170g mehl *1/2 tl geriebene vanille * 1 ei * 80g zucker *1 prise salz * 75g butter erst elektrisch, dann händisch - zusammenmengen und im kühlschrank parken
* ca. 10-12 (oder auch: etwa 600g) aprikosen halbieren und entsteinen
jetzt die creme:
* 2 eier * 1/4 tl geriebene vanille * 30g zucker kurz aufschlagen (eigentlich elekrisch ... aber wer kann diesem spitzenschneebesen widerstehen? jaa, auch in der schwesta schlägt das trödelherz)  * 50g gemahlene mandeln (am hübschesten ohne haut) unterrühren.
* den ofen anschmeißen: 200°E; 175° umluft). * eine tarte- oder pie- oder springform fetten und mehlen oder mit backpapier auskleiden. * den teig erst geschmeidig hineinbetten und ihn dann mit ein paar gabelstichen quälen ;)
* die mandelcreme auf dem boden verteilen, die aprikosenfräuleins druff und mit * aprikosenmarmelade bestreichen ... ready to back für ca. 45 minuten!
wer jetzt mit dem kuchen noch in die straßenbahn, den regionalexpress und in den bus muss, nach dem schmaus aber keine leere kuchenform mit sich herumschleppen will, baut sich eine spacige pizzakarton-alufolien-transportscheibe :) und damit der aprikuss auch nach ankunft noch hübsch aussieht, noch ein bisschen puderzucker drübergestäubt ... fertig ist das kollegenglück!

meine lieben düsseldorfer, schöööön war's bei und mit euch - zuckersüße herzensgrüße in die alte düsselheimat! und fürs nächste mal tranier' ich am kicker!!!
rheinische verständigungsbeauftragte S.